Gottesdienst mit Heiliger Versiegelung

Der Sonntag, 26. April 2026, war für die Gemeinde Schönewalde ein besonderer Festtag. Apostel Jens Korbien hielt einen Gottesdienst und spendete das Sakrament der Heiligen Versiegelung.

Als Grundlage für die Predigt diente ein Bibelwort aus Philipper 2,13: „Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Apostel Korbien beschrieb zunächst die Freude und die Bedeutung des Gottesdienstes sowie die Gemeinschaft im Glauben. Der Heilige Geist erweckt den Wunsch, Christus nachzufolgen, auch wenn es oft schwerfällt, dies aus eigener Kraft zu tun. Menschen suchen oft nur in Zeiten von Schmerz nach Heil. Da Gottesferne selten als schmerzhaft wahrgenommen wird, suchen viele den Heiland nicht.

Die Erlösung ist ein Geschenk Gottes, der uns auch die Kraft gibt, seinen Willen zu erfüllen. Ein erlebtes Leid sollte nicht als Strafe Gottes betrachtet werden, sondern als Folge der Sünde. Der Teufel nutzt unsere Schwächen aus, aber der Heilige Geist weist den Weg zur Erlösung. Entscheidend ist, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, statt in der Opferrolle zu verharren. Nicht andere für das eigene Leid verantwortlich zu machen, sondern sich zu bemühen, das Gute zu tun und gegen die Sünde zu kämpfen. Auch bei Misserfolgen bietet Gott Unterstützung, um wieder aufzustehen. Der Erfolg auf dem Glaubensweg basiert nicht auf eigener Leistung, sondern ist ein Geschenk Gottes. Diese Dankbarkeit sollte dazu anregen, das Heil mit anderen zu teilen und in Liebe und Glauben zu leben.

Priester Mirko Kramer betonte in seiner Predigtzugabe, dass Gott sich besonders den Schwachen, Armen und Sündern offenbart, nicht den Mächtigen. Er hob hervor, dass Gott uns sowohl den Wunsch als auch die Fähigkeit gibt, Gutes zu tun, und selbst kleine Taten der Liebe segnet.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls spendete der Apostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung an einem Kleinkind. Die Segenshandlung wurde mit dem Lied „Heil’ger Geist, du Geist des Lebens“ von Gemeindechor und Orgel eingeleitet. In seiner Ansprache betonte der Apostel, dass Eltern durch ihr eigenes Beispiel im Glauben das Fundament dafür legen, dass ihr Kind im Glauben wächst. Sie führen es und vermitteln ihm den Glauben. Aber auch die Gemeinde spielt eine wichtige Rolle, indem sie ein unterstützendes „Nest“ bietet, in dem das Kind Geborgenheit findet. Dann empfing Ilva Malou durch Handauflegung und Gebet des Apostels die Gabe des Heiligen Geistes. Im Anschluss wurde das Heilige Abendmahl gefeiert und der Gottesdienst endete mit Gebet und Schlusssegen.