Schwester Lubrich ist die älteste noch aktive Orgelspielerin im Kirchenbezirk Torgau. Im Alter von 10 Jahren spielte sie ihre ersten Orgelklänge in einem Gottesdienst. Nun, mit 90 Jahren, blickt sie auf 80 Jahre Orgelspielen zurück. Dieser Meilenstein zeugt von einer außergewöhnlichen Hingabe zur Musik und einem bemerkenswerten Engagement in der Gemeinde. Jeder Ton spiegelt eine lange Geschichte von Gottesdiensten, Konzerten, persönlichen Erlebnissen und zahllosen Übungsstunden wider. In einer schnelllebigen Welt ist es ein Geschenk, jemandem zu begegnen, der mit so viel Liebe und Hingabe so lange seinem Dienst und seiner Gabe treu bleibt.
Priester Marcel Malle, Vorsteher der Gemeinde, dankte ihr für alles, was sie für die Gemeinde und für Jesus Christus getan hat. Möge ihre Musik weiterhin die Seelen berühren und Freude bereiten. Zur Erinnerung an diesen besonderen Tag erhielt sie eine Skulptur mit Orgelpfeifen. Ihr Einsatz wurde auch mit einem besonderen Klavierstück und dem Chorlied „Bis hierher hat der Herr geholfen“ gewürdigt. Zudem sangen Familienangehörige ein eigens für sie gedichtetes Lied und trugen geschriebene Verse vor.
Den Gottesdienst stellte Priester Malle unter das Bibelwort aus Matthäus 17,5. Er betonte, dass ein Gottesdienst die Gelegenheit sei, den Alltag zu unterbrechen und in Gottes Gegenwart zu treten. Jesus Christus hat das Evangelium verkündet und durch sein Leiden am Kreuz den Weg zu Gott geöffnet. Die Verklärung Jesu auf dem Berg zeigt seine wahre Größe und seine Verbindung zur Ewigkeit. Der Glaubensweg bringt oft auch Leid mit sich. Durch die Auferstehung Jesu haben wir Hoffnung auf ewiges Leben mit ihm. Unsere Taten und Opfer für Gott sind von ewiger Bedeutung.
Zur Freude der Anwesenden spielte Schwester Lubrich zum Ende des Gottesdienstes an der Orgel noch mehrere Stücke, darunter Beethovens „Die Himmel rühmen“. Danach fand ein Beisammensein statt, bei dem Pizza gegessen und Gemeinschaft gepflegt wurde.
Neuapostolische Kirche